Unsere Philosophie

Über eine Entzündung kann man nicht bauen. Sie muss zuerst gestoppt werden.

Die Parodontologie ist für uns kein Zusatz, sondern die erste Phase des Plans.

Wir entscheiden nach gemessenen Werten, nicht nach Eindrücken — und dieselbe Logik gilt für Implantate: Eine Versorgung, die sich nicht reinigen lässt, ist keine fertige Arbeit.

Warum sie zuerst kommt

Parodontitis ist nicht nur „Zahnfleischbluten“.

Sie ist eine entzündliche Erkrankung, bei der Knochen und Fasern, die den Zahn halten, nach und nach verloren gehen. Verlorener Halt kommt nicht von selbst zurück — entscheidend ist, wie früh die Entzündung gestoppt wird.

ZahnfleischblutenDas häufigste erste Zeichen. Gesundes Zahnfleisch blutet beim normalen Putzen nicht.
Tiefe TaschenRaum zwischen Zahn und Zahnfleisch, der sich zu Hause nicht reinigen lässt.
ZahnfleischrückgangFreiliegende Zahnhälse, Empfindlichkeit, ein verändertes Lächeln.
Lockere ZähneEin spätes Zeichen — es bedeutet einen deutlichen Verlust an Halt.

Behandlung

Wie die Behandlung abläuft

1
Untersuchung und Plan

Messung der Taschen, Röntgenaufnahmen, Risikobewertung und ein festgelegtes Behandlungsziel.

2
Anleitung zur häuslichen Pflege

Ohne funktionierende Mundhygiene zu Hause hat die weitere Behandlung keine dauerhafte Wirkung.

3
Nichtchirurgische Behandlung

Gründliche Reinigung der Wurzeloberflächen und Beseitigung der Entzündungsquelle.

4
Reevaluation

Erneute Messung nach der Heilung — wir vergleichen Zahlen, nicht Eindrücke.

5
Chirurgische Phase bei Bedarf

Bei tiefen Defekten, die sich nichtchirurgisch nicht reinigen oder regenerieren lassen.

6
Erhaltungstherapie

Regelmäßige Kontrollen und Dentalhygiene in Abständen nach Ihrem Risiko.

Evidenzbasiert

Parodontitis lässt sich nicht „in einer Sitzung heilen“.

Sie lässt sich stoppen und stabil halten — deshalb ist die Erhaltungstherapie Teil der Behandlung, kein optionales Extra.

Unser Vorgehen folgt den vier Stufen der europäischen klinischen Leitlinie EFP S3 zur Behandlung der Parodontitis: Kontrolle der Risikofaktoren und der Mundhygiene, subgingivale Therapie, Chirurgie verbliebener Taschen und unterstützende Nachsorge.

Rauchen und Zahnfleisch

Rauchen ist der stärkste Risikofaktor, den Sie ändern können

Nikotin verengt die Blutgefäße im Zahnfleisch, sodass es auch bei Entzündung weniger blutet. Raucher übersehen oft das wichtigste Warnzeichen — und entdecken die Erkrankung erst, wenn die Zähne locker werden.

Wir lehnen die Behandlung von Rauchern nicht ab. Wir sagen aber offen, wie Rauchen die Prognose verändert — und vor geplanten Eingriffen empfehlen wir zumindest eine vorübergehende Pause.

  • —Schlechtere Heilung nach Parodontitisbehandlung, Chirurgie und Implantation.
  • —Geringerer Behandlungseffekt — die Taschen verkleinern sich weniger als bei Nichtrauchern.
  • —Höheres Risiko für Periimplantitis und Implantatverlust.

Behandlungsfall

Weichgewebeaugmentation

Verschieben Sie den Regler, um das Zahnfleisch vor und nach der Behandlung zu vergleichen. Wir veröffentlichen Aufnahmen nur mit Einverständnis der Patienten.

Vor der Behandlung — Weichgewebeaugmentation
Nach der Behandlung — Weichgewebeaugmentation
VorherNachher

Weichgewebeaugmentation

Parodontologie · Weichgewebe

Weitere Behandlungsfälle →

Periimplantitis

Auch ein Implantat kann Knochen verlieren — wie ein Zahn

Um ein Implantat können zwei Erkrankungen entstehen. Die Entzündung der Schleimhaut (periimplantäre Mukositis) ist reversibel — bei früher Behandlung heilt das Gewebe vollständig. Periimplantitis bedeutet bereits Knochenverlust und schreitet ohne Behandlung meist fort.

Der Grund ist biologisch: Ein Implantat hat keinen Zahnhalteapparat, und das Gewebe um es herum ist schlechter durchblutet. Die Entzündung erreicht den Knochen leichter, und die Abwehr ist schwächer.

  • —Blutung oder Eiter beim Sondieren oder Reinigen.
  • —Schwellung, Rötung, ein veränderter Zahnfleischverlauf.
  • —Freiliegende Implantatgewinde.
  • —Unangenehmer Geruch oder Geschmack am Implantat.
  • —Das Implantat muss weder schmerzen noch locker sein.

Ist der Knochenverlust so groß, dass sich das Implantat nicht erhalten lässt, sagen wir es offen. Es zu entfernen und eine neue Lösung zu finden, ist manchmal besser als wiederholte erfolglose Behandlung.

Häufige Fragen

Zu Zahnfleisch und Parodontitis

Woran erkenne ich, dass ich Parodontitis habe?+

Typische Zeichen sind Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang, Mundgeruch oder lockere Zähne — anfangs kann sie aber auch ganz ohne Beschwerden verlaufen. Eine parodontologische Untersuchung mit Taschenmessung gibt eine klare Antwort.

Lässt sich Parodontitis stoppen?+

Ja. Verlorener Halt kommt meist nicht zurück, aber die Entzündung lässt sich stoppen und der Zustand mit Behandlung und regelmäßiger Nachsorge stabil halten.

Kann ich ein Implantat bekommen, wenn ich Parodontitis hatte?+

Oft ja — aber erst, wenn die Parodontitis behandelt und stabil ist. Patienten mit Parodontitis in der Vorgeschichte haben auch um Implantate ein höheres Risiko, daher ist die Nachsorge besonders wichtig.

Woran erkenne ich eine Entzündung an meinem Implantat?+

Blutung, Schwellung, Eiter oder freiliegende Gewinde sind Warnzeichen. Das Implantat muss nicht wehtun. Regelmäßige Kontrollen erkennen das Problem früh.

Blutet Ihr Zahnfleisch, oder wurde bei Ihnen Parodontitis festgestellt?

Eine Untersuchung liefert konkrete Werte — und daraus können wir sagen, was sich realistisch erhalten lässt.

Schreiben Sie uns gern auf Deutsch an info@d3nt.cz — wir antworten schriftlich, bei Bedarf mithilfe einer Übersetzung. Telefonisch (+420 777 585 233) sprechen wir Tschechisch und Englisch.